In dieser Online-Galerie finden Sie Bilder in verschiedenen Maltechniken: Aquarelle, Gouache, Pastellkreide, Kohlezeichnungen. Ferner Skulpturen aus Ton und Holz. Eine Werkschau des parkinsonkranken Künstlers Helmut Ludwig aus Suhl.

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Wie entsteht die Parkinson-Krankheit?

Die Parkinson-Erkrankung entsteht durch langsamen Untergang von Dopamin-produzierenden Zellen in den Stammganglien (einer speziellen Gehirnregion). Die Stammganglien spielen eine wichtige Rolle bei der Feinabstimmung und Koordination der Bewegungsabläufe. Dopamin ist dabei ein Botenstoff (Neurotransmitter). Besteht ein Mangel an Dopamin treten die Symptome der Parkinsonschen Erkrankung auf.

Was sind die Krankheitszeichen der Parkinson-Krankheit?

Hauptsymptome

  • Verlangsamung der Bewegung (Akinese)

  • Zittern (Tremor)

  • Muskelsteifigkeit (Rigor)

  • Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten (posturale Reflexe, gleichgewichtsregulierende Reflexe)

Neben den Bewegungsstörungen entwickeln sich im weiteren Krankheitsverlauf in unterschiedlicher Kombination und Ausprägung nichtmotorische Symptome.

 

Nichtmotorische Störungen der Parkinson-Krankheit:

  • psychische Störungen

  • Wahrnehmungsstörungen (kognitiv)

  • Verlust erworbener intellektueller Fähigkeiten und des Gedächtnisses (Demenz)

  • Depression

  • Angststörung

vegetative Störungen:

  • Herzkreislaufstörungen

  • Magen-Darmstörungen

  • Blasenentleerungsstörungen

  • Sexualfunktionsstörungen

  • Atemstörungen

  • Temperaturregulationsstörungen

  • vermehrter Speichelfluß

  • vermehrte Talgproduktion (Salbengesicht)

  • Schlafstörungen

  • Schmerzen und Gefühlsstörungen

  • Sehstörungen

Als Komplikation unter L-Dopa Einnahme kommt es meist nach ca. 3 - 5 Jahren zur Ausbildung des sogenannten L-Dopa Langzeitphänomens mit unwillkürlichen Bewegungen (Dyskinesien), schmerzhaften Verkrampfungen (Dystonien) und dem "on - off" Phänomen, das heißt wechselnden Phasen von guter Beweglichkeit und völliger Starre.

 

Was versteht man unter den Begriffen Akinese, Hypokinese, Bradykinese?

Akinese heißt wörtlich übersetzt "ohne Bewegung" und soll besonders auf die Hemmung des Bewegungsstarts hinweisen. Hypokinese bedeutet "weniger oder verminderte Bewegung" und soll die reduzierten Bewegungsamplituden und Spontanbewegungen beschreiben. Von einer Bradykinese spricht der Arzt, wenn er besonders auf die Verlangsamung der Bewegungsabläufe hinweisen möchte. Unter besonderen Umständen kann es im Spätstadium der Erkrankung zur völligen Bewegungsunfähigkeit (akinetische Krise) kommen.

Die Begriffe Akinese, Hypokinese und Bradykinese werden meist synonym für die drei Aspekte der Bewegungsstörung benutzt. Sie stellen für die meisten Parkinson-Patienten den gravierendsten Teil ihrer Behinderung dar. Akinese führt zu dem charakteristischen Erscheinungsbild der Parkinson-Krankheit mit Störungen der Feinmotorik, Schreibstörungen, Hypomimie, Gang-, Stand- und Haltungsstörungen sowie Stimm- und Sprechstörungen.

 

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